Prostatakrebs

Prostatakrebs ist mit fast einem Viertel aller Krebserkrankungen die Häufigste bei Männern in Deutschland.1 Im Jahr 2020 gab es hierzulande knapp 68.000 neue Fälle von Prostatakrebs.1 
 
Prostatakrebs wächst in der Regel langsam. Daher sind die Heilungschancen und Überlebensraten sehr hoch, wenn er in einem frühen Stadium entdeckt und behandelt wird.2 Aus diesem Grund sind regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen bei Prostatakrebs besonders wichtig und können Leben retten.  

Vorsorge und Therapie von Prostatakrebs: Das sollten Männer und ihre Familien wissen

Hohe Heilungschancen bei frühzeitiger Entdeckung

Das vergleichsweise langsame Wachstum von Prostatatumoren ist auch dafür verantwortlich, dass sie vor allem in der frühen Phase ihrer Entstehung unbemerkt bleiben.3 Nur wenige Anzeichen deuten auf eine Erkrankung hin. Warum ist das so? Die meisten Tumore in der Prostata wachsen in der äußeren Zone – also nicht benachbart zur Harnröhre.4  Probleme beim Wasserlassen, wie sie bei anderen Prostataerkrankungen typischerweise auftreten, machen sich meist erst dann bemerkbar, wenn der Tumor bereits an Größe zugenommen hat. 

Symptome, die auf einen Tumor der Prostata hinweisen können, sind zum Beispiel:4  
•    Schmerzen in der Prostata oder beim Samenerguss  
•    Starke Schmerzen im unteren Rückenbereich, in Becken, Hüfte oder Oberschenkeln 
•    Probleme beim Wasserlassen wie starker nächtlicher Harndrang oder die Unfähigkeit zu urinieren 

Einige dieser Symptome sind auch für eine gutartige Prostatavergrößerung typisch. Dennoch: Sicherheit geht vor. Wenn Sie oder ein Angehöriger/eine Angehörige eine oder mehrere der genannten Beschwerden bemerken, sollten diese bei einem Arztbesuch abgeklärt werden.4 

Weitere Informationen zur Prostatakrebsvorsorge finden Betroffene, ihre Angehörigen und Freunde außerdem unter www.meine-prostata.de

 

Prostatakrebsvorsorge: Gehen die Männer oder gehen sie nicht?

 

Wir haben eine Umfrage zum Thema Prostatakrebsvorsorge initiiert und über 1.000 Männer in Deutschland ab 45 Jahren nach ihrer Einstellung zu diesem Thema befragt, das waren die wichtigsten Ergebnisse: 

  • 20 % der Befragten hat sich noch nie mit dem Thema auseinandergesetzt. Es zeigt sich jedoch auch, dass zwei Drittel sich bereits mit dem Thema Vorsorge beschäftigt haben – die Mehrheit davon hatte auch bereits mindestens eine Untersuchung.5  

  • Ein Großteil nimmt sogar mindestens alle zwei Jahre einen Termin zur Prostatakrebsvorsorge wahr.5  

  • Wichtigster Grund für die Vorsorgeuntersuchung ist der hohe Stellenwert der eigenen Gesundheit, gefolgt von der Angst vor einer Krebserkrankung und der Verantwortung gegenüber der eigenen Familie.5  

  • Häufigster Grund, nicht zur Prostatakrebsvorsorge zu gehen, ist das Fehlen von Beschwerden – ganz nach dem Männerklischee „Mir tut nix weh, also fehlt mir auch nix“. Auf Platz zwei liegen folgende Gründe gleich auf, die unterschiedlicher nicht sein könnten: Zum einen möchten 20 % der Befragten, die zu keiner Vorsorge gehen, nicht wissen, dass sie eine Krankheit haben bzw. möchten sie sich nicht mit einer möglichen Diagnose auseinandersetzen. Zum anderen zeigt sich aber auch (20 %), dass Respekt oder gar Angst vor der Untersuchung an sich ein präsentes Thema ist.5 

  • Mehr als die Hälfte der Befragten wurde bereits auf die Prostatakrebsvorsorge hingewiesen – am häufigsten von ihrem Arzt/ihrer Ärztin. Dem entgegen steht, dass 32 % der Befragten noch nie auf die Vorsorgeuntersuchung aufmerksam gemacht wurden.5  

Gudrun Mächler, Direktor Medizin bei Astellas Pharma in München: "Die Umfrageergebnisse und Kommentare zeigen, dass es an einer gut verständlichen Aufklärung ohne große Verwendung von Fachbegriffen und Fremdwörtern, fehlt. Viele Männer äußern den Wunsch, dass weiterhin Ärzt:innen – und auch Krankenkassen – rechtzeitig darüber informieren, sobald zu dieser Untersuchung geraten wird. Sie wollen dabei aber nicht nur über die Krankheit, sondern auch über das Vorgehen bei der Diagnostik und mögliche Untersuchungswege aufgeklärt werden"

 

 Sie können die Ergebnisse der Umfrage auch übersichtlich in unserem Factsheet einsehen: 

 

 

Therapie bei Prostatakrebs

Wie bei anderen Erkrankungen hat sich auch die Therapie des Prostatakarzinoms in den vergangenen Jahren verändert und weiterentwickelt. Nicht nur in Bezug auf die Wirksamkeit und den zielgerichteteren Einsatz von Therapien sondern auch und vor allem in Bezug auf die Lebensqualität der Patienten. 
Darüber und über weitere Aspekte der Prostatakrebstherapie haben wir mit dem Urologen und ehemaligem Pressesprecher der Deutschen Gesellschaft für Urologie e.V. Prof. Dr. Wülfing gesprochen. In diesem Video erfahren Sie mehr über die Entwicklungen der letzten Jahre und darüber mit welchen Herausforderungen Patienten noch immer konfrontiert sind. Und auch darüber, wie die Gesellschaft und wir als Pharmaunternehmen die Zukunft der Therapie und der Situation unserer Patienten mitgestalten können. Schauen Sie rein!

 

Referenzen Video:
Pharmazeutische Zeitung 13/2016: https://www.pharmazeutische-zeitung.de/ausgabe-132016/neue-therapien-fuer-maenner/
RKI: Krebsdaten 2022: https://www.krebsdaten.de/Krebs/DE/Content/Krebsarten/Prostatakrebs/prostatakrebs_node.html
RKI: Krebs in Deutschland 2021: https://www.krebsdaten.de/Krebs/DE/Content/Publikationen/Krebs_in_Deutschland/kid_2021/krebs_in_deutschland_2021.pdf;jsessionid=E99BD889126519C88AC6056FA9C26C17.internet121?__blob=publicationFile
Interdisziplinäre Leitlinie der Qualität S3 zur Früherkennung, Diagnose und Therapie der verschiedenen Stadien des Prostatakarzinoms; Version 6.2, 2021; AWMF Register-Nummer 043/0220L.

 

Wie Männer mit der Diagnose Prostatakrebs umgehen.

Mit der Diagnose Prostatakrebs, stehen Patienten vor einer emotionalen Herausforderung und machen individuelle Erfahrungen mit der Erkrankung. Eine Krebsdiagnose, die Therapie und der Umgang mit der Erkrankung können weitreichende Auswirkungen haben, nicht nur auf die körperliche Leistungsfähigkeit, sondern auf das Leben von Patienten und ihren Angehörigen. Teil einer ganzheitlichen Behandlung sollte neben der körperlichen Behandlung daher auch die psychische Betreuung von Prostatakrebspatienten sein. Eine psychoonkologische Beratung kann bei der Bewältigung der Erkrankung unterstützen und zielt darauf ab, die Lebensqualität von Prostatakrebspatienten zu verbessern. 
 

In unserem Podcast „Changing Tomorrow” sprechen wir über dieses und viele weitere Themen. Wir möchten Betroffene und deren Angehörige in allen Facetten ihrer Erkrankung und der begleitenden Therapie unterstützen. Unser Podcast bietet eine Plattform, auf der sie Informationen, Einblicke in Hilfsangebote und Hilfestellung erhalten.  

Astellas Podcast: Changing Tomorrow - Alle Folgen zum Thema Onkologie finden Sie auf unserer Themenseite Onkologie.

Weitere Informationen zur Diagnose und Therapie von Prostatakrebs finden Betroffene, ihre Angehörigen und Freunde außerdem unter www.meine-prostata.de

 

Referenzen:
1ECIS European Cancer Information System: Estimates of cancer incidences and mortality in 2020, for all cancer sites: https://ecis.jrc.ec.europa.eu/explorer.php?$0-0$1-DE$4-1$3-All$6-0,85$5-2020,2020$7-7$2-All$CEstByCancer$X0_8-3$CEstRelativeCanc$X1_8-3$X1_9-AE27$CEstBySexByCancer$X2_8-3$X2_-1-1. Letzter Zugriff: November 2022. 
2 Deutsche Krebsgesellschaft e.V.: Prostatakrebs, Krebs der Vorsteherdrüse: www.krebsgesellschaft.de/onko-internetportal/basis-informationen-krebs/krebsarten/prostatakrebs/definition-und-haeufigkeit.html. Letzter Zugriff: November 2022. 
3 Deutsche Krebsgesellschaft e.V. Prostatakrebs - Symptome: https://www.krebsgesellschaft.de/onko-internetportal/basis-informationen-krebs/krebsarten/prostatakrebs/symptome.html. Letzter Zugriff: November 2022 
4 Mann packt’s an. Mehr Wissen über Prostatakrebs: Vorsorge und Früherkennung: www.meine-prostata.de/fuer-partner-und-angehoerige/vorsorge-und-frueherkennung#erste_anzeichen. Letzter Zugriff: November 2022. 
5 Astellas Pharma – Umfrage zum Thema Prostatakrebsvorsorge im Oktober 2022.

MAT-DE-NON-2022-00099, erstellt: November 2022