Onkologie

Gezielte Therapien bei Krebserkrankungen

Wir forschen nach Lösungen, die Hoffnung geben.

Jedes Jahr erhalten rund 500.000 Menschen in Deutschland eine Krebsdiagnose.1 Die Zahl der Neuerkrankungen wird nach Schätzung des Robert-Koch-Instituts in den kommenden Jahren weiter steigen.1,2 Krebserkrankungen entstehen, wenn sich durch Vermehrung körpereigener Zellen ein Tumor bildet. Dieser kann sich im Körper ausbreiten, Metastasen bilden und gesundes Gewebe verdrängen.

Sehr häufige Krebsarten sind Brustkrebs (Mammakarzinom) bei Frauen, Prostatakrebs (Prostatakarzinom) bei Männern, Lungenkrebs (Bronchialkarzinom) und Darmkrebs. Nur Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind für noch mehr Todesfälle verantwortlich als Tumorerkrankungen.3 Dennoch hat die Krebstherapie in den vergangenen Jahren große Fortschritte gemacht.

 

Die Akute Myeloische Leukämie (AML)

Suche nach neuen Behandlungsmöglichkeiten

Bei Astellas arbeiten wir kontinuierlich daran, unsere Kompetenz in der Krebsforschung zu verstärken und unser Angebot an Krebstherapeutika auszubauen. Wir konzentrieren uns auf die Erforschung von Wirkstoffen, die Hoffnung auch bei seltenen Krebserkrankungen geben. Dazu zählt die akute myeloische Leukämie (AML), eine bösartige Erkrankung des blutbildenden Systems.

Zwar ist sie die häufigste Form der akuten Leukämie bei Erwachsenen, dennoch gehört sie in Deutschland mit jährlich etwa 3,7 Neuerkrankungen pro 100.000 Einwohner zu den Krebserkrankungen, die nicht im Mittelpunkt des öffentlichen Interesses stehen.4 Durch Veränderungen des Erbmaterials führt die Erkrankung dazu, dass der eigentlich vom Körper streng geregelte Prozess der Blutzellenbildung außer Kontrolle gerät. Die wuchernden Zellen breiten sich im Knochenmark aus und verdrängen die gesunden Blutkörperchen bzw. verhindern ihre Entwicklung. Sie wandern mit dem Blut in andere Bereiche des Körpers, wo sie weitere Organe schädigen können. Das Risiko, an akuter myeloischer Leukämie zu erkranken, steigt mit dem Alter.4

Es gibt keine Standardtherapie bei akuter myeloischer Leukämie. Ziel ist es, durch Abtöten der Leukämiezellen im gesamten Organismus die gesunde Vermehrung und Erneuerung der Blutkörperchen wiederherzustellen. Häufig werden Patienten mit Chemotherapie behandelt.5 Auch Knochenmarkstransplantationen können Hoffnung auf Heilung bieten, allerdings handelt es sich um ein invasives Verfahren, das mit Komplikationen einhergehen kann.5 Die Erforschung neuer Behandlungsmöglichkeiten, die Symptome abschwächen, ist besonders für diejenigen Patienten von hoher Bedeutung, bei denen es Rückfälle gibt oder deren Erkrankung sich nur schwer therapieren lässt.

Die biopharmazeutische Forschung entwickelt innovative, zielgerichtete Therapien, die anders wirken als Standard-Chemotherapien: Sie wirken auf bestimmte Teile der Krebszellen oder Mutationen ein und behindern deren Wachstum. Gleichzeitig sollen die neuen Behandlungswege die Schädigung umliegender gesunder Zellen vermeiden. Die Therapien können helfen, wenn eine Chemotherapie nicht anschlägt oder zusammen mit einer Chemotherapie angewandt werden, um deren Wirksamkeit zu erhöhen. Hoffnung und Ziel dieses Behandlungsansatzes: das Gesamtüberleben zu verbessern.

 

Vorsorge und Therapie von Prostatakrebs: Das sollten Männer und ihre Familien wissen

Hohe Heilungschancen bei frühzeitiger Entdeckung

In Deutschland erkranken jährlich rund 60.000 Männer an Prostatakrebs.6 Er zählt zu den häufigsten Tumorerkrankungen bei männlichen Patienten.7 Doch es gibt eine gute Nachricht: Da Prostatakrebs meist langsam wächst, lässt er sich gut therapieren – vorausgesetzt, er wird frühzeitig entdeckt. Dann sind auch die Aussichten auf vollständige Heilung und damit die Überlebenschancen sehr hoch.8

Das vergleichsweise langsame Wachstum von Prostatatumoren ist auch dafür verantwortlich, dass sie vor allem in der frühen Phase ihrer Entstehung unbemerkt bleiben.9 Nur wenige Anzeichen deuten auf eine Erkrankung hin. Warum ist das so? Die meisten Tumore in der Prostata wachsen in der äußeren Zone - also nicht benachbart zur Harnröhre.10 Probleme beim Wasserlassen, wie sie bei anderen Prostataerkrankungen typischerweise auftreten, machen sich meist erst dann bemerkbar, wenn der Tumor bereits an Größe gewonnen hat.

Symptome, die auf einen Tumor der Prostata hinweisen können, sind zum Beispiel:9

  • Probleme beim Wasserlassen wie starker nächtlicher Harndrang oder die Unfähigkeit, zu urinieren
  • Schmerzen in der Prostata oder beim Samenerguss
  • Blut in Urin oder Samenflüssigkeit
  • Starke Schmerzen im unteren Rückenbereich, in Becken, Hüfte oder Oberschenkeln

Einige dieser Symptome sind auch für eine gutartige Prostatavergrößerung typisch. Dennoch: Sicherheit geht vor. Wenn Sie oder ein Angehöriger eines oder mehrere der genannten Beschwerden bemerken, sollten diese bei einem Arztbesuch abgeklärt werden.9

Vorsorgen – Verstehen – Handeln

Nehmen Sie regelmäßig Vorsorgeangebote wahr: Ab dem 45. Lebensjahr ist eine jährliche Untersuchung Teil des gesetzlichen Früherkennungsprogramms und damit kostenlos.11 Darüber hinaus lohnt es sich, auf die eigene Gesundheit zu achten – nicht erst, wenn diese angegriffen ist. Dabei sind oft auch Angehörige oder Freunde gefragt, denn Männer sind Vorsorgemuffel: Nur ein Viertel nimmt die jährlichen Früherkennungsangebote wahr.12 Was können Sie also tun, um Ihren Vater, Ihren Großvater oder den Mann an Ihrer Seite zum Arztbesuch zu bewegen? Was sollte jeder Mann über die Gesundheit seiner Prostata wissen? Wo finden Sie einen Urologen in Ihrer Nähe? Und wie kann der Krebs in fortgeschrittenen Stadien behandelt werden?

Antworten auf diese und viele weitere Fragen haben wir Ihnen unter www.meine-prostata.de zusammengestellt. Hier finden Sie außerdem ein umfangreiches Serviceangebot, zum Beispiel eine Checkliste zum Download, mit deren Hilfe Sie sich optimal auf das Gespräch mit Ihrem Arzt vorbereiten können, einen Vorsorgeplaner der Deutschen Gesellschaft für Urologie e.V. (DGU) oder ein Glossar, in dem die wichtigsten Begriffe rund um die Gesundheit Ihrer Prostata erläutert werden.

Mehr über die aktuellen Aufklärungskampagnen rund um das Thema Prostatakrebs und weitere Initiativen von Astellas erfahren Sie hier.

 

Schwerpunkte von Astellas in der Onkologie

Forschung und Förderung

Zu unserem onkologischen Portfolio gehören Medikamente zur Behandlung im frühen Stadium ebenso wie für fortgeschrittene Phasen einer Tumorerkrankung. Diese sollen ein möglichst langes progressionsfreies Überleben ermöglichen, das bedeutet: die Lebensspanne nach Beginn einer Behandlung (auch im Rahmen klinischer Studien) bis zu dem Zeitpunkt, an dem die Krankheit fortschreitet. Arzneimittel gegen verschiedene Arten von Krebs befinden sich zurzeit in unterschiedlichen Entwicklungsphasen – von der Grundlagenforschung bis zur klinischen Entwicklungsphase und Zulassungsbeantragung für einige vielversprechende Wirkstoffe.

Wir beschränken uns jedoch nicht nur auf die eigene Forschung und Entwicklung, sondern unterstützen auch andere herausragende Wissenschaftler und Projekte: Astellas hat u.a. den „Forschungspreis Prostatakarzinom“ gestiftet, der seit 2011 von der Deutschen Gesellschaft für Urologie e.V. (DGU) vergeben wird und mit 10.000 Euro dotiert ist. Denn: Trotz der guten Behandlungsmöglichkeiten sind auch bei Prostatakrebs noch viele Fragen unbeantwortet.

Wir unterstützen die Deutsche Gesellschaft für Urologie e.V. (DGU) bei ihrer Kampagne „Urologie für alle“, die unter anderem auf die Früherkennungsuntersuchungen für Männer aufmerksam macht. Astellas richtet interdisziplinäre Foren aus, um den Austausch über wichtige Fragen der onkologischen Forschung zu fördern.

Mehr Informationen zur Zusammenarbeit mit Patientenorganisationen und Forschungsinstituten finden Sie hier.

 

Referenzen:
1 Robert Koch Institut - Zentrum für Krebsregisterdaten: Krebsdiagnosen im Lebensverlauf: www.krebsdaten.de/Krebs/DE/Content/Publikationen/Kurzbeitraege/Archiv2018/2018_4_Thema_des_Monats_lebensverlauf.html. Letzter Zugriff April 2020.
2 Robert Koch Institut - Zentrum für Krebsregisterdaten: Neue Zahlen zu Krebs in Deutschland: www.rki.de/DE/Content/Service/Presse/Pressemitteilungen/2019/16_2019.html. Letzter Zugriff April 2020.
3 Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung: Veränderung der Todesursachenstruktur in Deutschland 1980 bis 2016: www.bib.bund.de/DE/Fakten/Fakt/S20-Todesursachen-ab-1980.html;jsessionid=9DC2D43C96B2568B3FAC59BE12B700D2.1_cid380?nn=9992110. Letzter Zugriff April 2020.
4 Onkopedia: Akute Myeloische Leukämie (AML): www.onkopedia.com/de/onkopedia/guidelines/akute-myeloische-leukaemie-aml/@@guideline/html/index.html. Letzter Zugriff April 2020.
5 Informationszentrum – Kompetenzzentrum „Akute und chronische Leukämien“: Die Akute Myeloische Leukämie (AML) des Erwachsenen: www.leukaemiehilfe-rhein-main.de/files/filemanager/akute-myeloische-leukaemie.pdf. Letzter Zugriff April 2020.
6 Robert Koch Institut – Zentrum für Krebsregisterdaten: Prostatakrebs (Prostatakarzinom): www.krebsdaten.de/Krebs/DE/Content/Krebsarten/Prostatakrebs/prostatakrebs_node.html. Letzter Zugriff April 2020.
7 Robert Koch Institut – Zentrum für Krebsregisterdaten: Krebsarten: www.krebsdaten.de/Krebs/DE/Content/Krebsarten/krebsarten_node.html. Letzter Zugriff April 2020.
8 Deutsche Krebsgesellschaft: Erkrankungsverlauf bei Prostatakrebs: www.krebsgesellschaft.de/onko-internetportal/basis-informationen-krebs/krebsarten/prostatakrebs/therapie/erkrankungsverlauf.html. Letzter Zugriff April 2020.
9 Deutsche Krebsgesellschaft: Prostatakrebs – Symptome: www.krebsgesellschaft.de/onko-internetportal/basis-informationen-krebs/krebsarten/prostatakrebs/symptome.html. Letzter Zugriff April 2020.
10 Mann packt’s an. Mehr Wissen über Prostatakrebs: Vorsorge und Früherkennung: www.meine-prostata.de/fuer-partner-und-angehoerige/vorsorge-und-frueherkennung#erste_anzeichen. Letzter Zugriff April 2020.
11 Deutsches Krebsforschungszentrum in der Helmholtz-Gemeinschaft – Krebsinformationsdienst: Prostatakrebs. Früherkennung und PSA-Test: www.krebsinformationsdienst.de/tumorarten/prostatakrebs/psa-test-frueherkennung.php. Letzter Zugriff April 2020.
12 Ärzte Zeitung: Nur jeder vierte Mann geht zur Früherkennung: www.aerztezeitung.de/politik_gesellschaft/praevention/article/969063/krebsvorsorge-nur-jeder-vierte-mann-geht-frueherkennung.html. Letzter Zugriff April 2020.

 

NON_2020_0021_DE, erstellt: Juni 2020