Transplantation


Wir können alle helfen

Organspenden können Leben retten: Während Sie diese Zeilen lesen, warten allein in Deutschland über 8.730 Menschen1 auf den lebensrettenden Anruf, dass ein Spenderorgan für sie gefunden wurde.

 

Organspende

"Viele Menschen warten auf Organe, die ihr Leben retten können. Dabei können wir alle helfen. Ich glaube, es ist essentiell, dass sich jeder mit der Frage "Organspende ja oder nein?" auseinandersetzt und für sich eine Entscheidung trifft."
Gudrun Mächler, Direktor Medizin bei Astellas Pharma in München

 

Laut einer Umfrage der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) sehen 82% der Bevölkerung in Deutschland Organspenden positiv. Doch nur 39% besitzen tatsächlich einen Organspendeausweis2. Für eine Organspende ist man nie zu alt. Entscheidend sind die persönliche Gesundheit und der Zustand der Organe. Die Untersuchung findet - bei der postmortalen Spende - erst nach dem Tod statt. Daraufhin entscheiden Ärzt:innen, ob und welche Organe sich zur Transplantation eignen. 

 

Welche Organe können gespendet werden?

 

Organspende

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Voraussetzungen für eine postmortale Organspende in Deutschland sind neben der zweifelsfreien Feststellung des Todes (irreversibler Verlust der Hirnfunktion, der sogenannte Hirntod), eine Zustimmung zur Organspende zu Lebzeiten. Diese kann beispielsweise über einen Organspendeausweis oder eine Patientenverfügung getätigt werden. Wenn keines der beiden Dokumente vorliegt, können Ärzt:innen die engsten Angehörigen um eine Entscheidung im Sinne der Verstorbenen bitten3. Deutschland, Belgien, Kroatien, Luxemburg, Niederlande, Österreich, Ungarn und Slowenien haben sich mit der Stiftung Eurotransplant zusammengeschlossen4. Diese ist verantwortlich für die Zuteilung von Spendenorganen und arbeitet eng mit Organspende-Organisationen, Transplantationszentren, Laboratorien und Krankenhäusern zusammen.

 

 

Organspende in Deutschland

 

 

 

 

Doch was passiert zwischen Warteliste und tatsächlicher Transplantation? Ein:e mögliche:r Spender:in wird nach Nachweis des Todes (Feststellung des irreversiblen Hirnfunktionsausfalls) an die Deutsche Stiftung Transplantation (DSO) gemeldet. Wichtig ist, dass für den weiteren Ablauf sichergestellt ist, dass es sich um einen natürlichen Tod handelt. Andernfalls werden Polizei und Staatsanwaltschaft einbezogen. Im nächsten Schritt wird die Willenserklärung zur Organspende geprüft (entweder über einen Organspendeausweis, eine Patientenverfügung oder ein Angehörigengespräch). Wenn die Zustimmung vorliegt werden die Organe untersucht und vorbereitet. Der/Die Spender:in wird an Eurotransplant gemeldet, die Organe entnommen und der/die Spender:in versorgt. Die Organe werden in das Krankenhaus, das die Transplantation vornimmt versandt und die Organspende dort abgeschlossen1.

 

44%

 

"Fast die Hälfte derjenigen, die die Bereitschaft zur Organspende für sich noch nicht geregelt haben, hat sich noch nicht ausreichend mit dem Thema beschäftigt. Wir möchten ein Zeichen setzen und hoffen, möglichst vielen Menschen ein klareres Bild von Organspenden und Transplantation zu bieten."
- Gudrun Mächler, Direktor Medizin bei Astellas Pharma in München

 

 
 
 

Die Transplantation von Organen: Was Mitte des vergangenen Jahrhunderts noch ein Experiment war, ist heute ein Routineeingriff bei Menschen, deren Organe durch Unfälle, Infektionen und Erkrankungen schwer geschädigt sind5. Am häufigsten werden die Nieren transplantiert, gefolgt von Leber und Lunge1. Und hätten Sie das gedacht? Eine Nierentransplantation ist für die meisten Patient:innen das beste Nierenersatzverfahren und wird mit besseren Ergebnissen assoziiert als die Dialyse.

 

"Ich habe eine neue Niere! Ich war überglücklich. Die gesamte psychische Belastung fiel nach der Transplantation der Spenderniere von mir ab. Dieses Gefühl lässt sich nicht beschreiben."
- Stefan Mroncz, lebt seit 16 Jahren mit einer Spenderniere

 

Im Jahr 2021 warteten in Deutschland über 6.500 Menschen auf eine Spenderniere. Knapp 2.700 davon wurden neu auf die Warteliste gesetzt1.

 

 

 

 

Referenzen:
1 DSO Jahresbericht 2021: www.dso.de/SiteCollectionDocuments/DSO-Jahresbericht%202021.pdf (Stand 31.12.2021).
2 Studie der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA): www.organspende-info.de/zahlen-und-fakten/einstellungen-und-wissen.html. Letzter Zugriff September 2022.
3 Organspende: Die Entscheidungslösung in Deutschland und gesetzliche Regelungen in anderen europäischen Ländern: www.organspende-info.de/gesetzliche-grundlagen/entscheidungsloesung.html. Letzter Zugriff September 2022.
4 Eurotransplant.org: Deutschland: www.eurotransplant.org/cms/index.php?page=pat_germany. Letzter Zugriff September 2022.
5 Organspende: Die Geschichte der Organ- und Gewebetransplanation beginnt vor vielen Jahrtrausenden: www.organspende-info.de/zahlen-und-fakten/geschichte.html. Letzter Zugriff September 2022.
6 Bundesministerium für Gesundheit: Fragen und Antworten zum Thema Organspende:
www.bundesgesundheitsministerium.de/themen/praevention/organspende/faqs.html. Letzer Zugriff September 2022.

 


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Wie chronische Nierenerkrankungen den Alltag beeinflussen 


Wie wichtig die richtige Ernährung für die Nierengesundheit ist 

 

Wie man mit chronischer Nierenerkrankung selbstbestimmt lebt 

MAT-DE-NON-2022-00140, erstellt: Dezember 2022