Mit Offenheit und Vertrauen das New Normal gestalten

Als Anfang 2020 die COVID-19-Pandemie die Wirtschaft und Gesellschaft weltweit in ein „New Normal“ katapultierte, wurde Astellas Unternehmenskultur, eine Kultur in der das Miteinander im Fokus steht, auf die Probe gestellt. Denn die Pandemie hat bei vielen Menschen und Unternehmen Unsicherheiten und Ängste erzeugt. Neben der Sorge um die eigene Gesundheit sowie die der Angehörigen, war sie mit dem fortschreitenden Lockdown und den wirtschaftlichen Auswirkungen allerdings zugleich ein Treiber, wenn es um Digitalisierung und das Arbeiten der Zukunft geht. 

Astellas hat auf diese Herausforderungen reagieren müssen und Strategien entwickelt, wie die eigenen Mitarbeiter:innen unterstützt werden können und wie das Leadership noch mehr Verantwortung übernehmen, aber auch auf die Mitarbeiter:innen übertragen kann, um erfolgreich durch die Pandemie zu steuern, sich anzupassen, dazuzulernen. Es zeigte sich schnell, dass die Kultur und gelebten Werte im Unternehmen für die Mitarbeiter:innen und das Management ein sehr wichtiges und hilfreiches Fundament waren, erfolgreich mit der Krise umzugehen.

Negen Poovan-Münstermann
 

Negen Poovan-Münstermann, HR Director bei Astellas: „Dass das sogenannte ,New Normal' bei Astellas bis heute gut funktioniert, liegt ganz klar in der Unternehmenskultur, dem Miteinander und der Hilfsbereitschaft unter den Mitarbeiter:innen."

„Eine offene Feedbackkultur als Schlüssel zum Erfolg“

„Es war weniger die Struktur als vielmehr die Kultur der Organisation, die es den Mitarbeiter:innen ermöglicht hat, unter Pandemiebedingungen die Herausforderungen des Tagesgeschäfts mit den mittel- und langfristigen Zielen auszubalancieren. Wichtig sind uns bei Astellas vor allem eine gesunde Feedbackkultur und kontinuierliches Lernen, um schnell auf die sich stets ändernden Bedingungen zu reagieren. Hierzu haben wir beispielsweise virtuelle Workshops veranstaltet, wie man auch unter digitalen Bedingungen kritische Gespräche führen kann und wertschätzendes Feedback gibt“, erklärt Negen Poovan-Münstermann, HR Director bei Astellas und in dieser Funktion verantwortlich für die gesamte DACH Region.

Fehler und Unsicherheiten erlauben, sich gegenseitig offen Feedback geben und bestehende Strukturen regelmäßig hinterfragen. Dieser Rahmen hat Astellas den Übergang ins mobile Arbeiten um einiges erleichtert. Dabei wurde den Mitarbeiter:innen deutlich vermittelt: Auch wenn nun von Zuhause aus gearbeitet wird, werdet ihr nicht allein gelassen. Für Johanna Hilbert, Brand Manager Uro-Onkologie bei Astellas, war dieses Vorgehen ein sehr wichtiger Faktor.

„Ich habe mich von Anfang an sehr gut informiert gefühlt. Es gab sehr regelmäßige Updates vom Management über virtuelle Meetings und auch die Führungskräfte haben uns kontinuierlich über den Stand der Dinge und laufende Veränderungen abgeholt. Im Vergleich zu anderen Firmen, habe ich den Eindruck, wurde bei uns sehr offen und transparent mit dieser schwierigen Lage umgegangen.“

Pausen sind auch im mobilen Arbeiten sehr wichtig

Diesen offenen Umgang gilt es, auf allen Ebenen beizubehalten. Nach mittlerweile eineinhalb Jahren Pandemie zeigt sich, viele der Veränderungen in der Arbeitswelt sind da, um zu bleiben. Dies bestätigen auch Ergebnisse einer Studie, die vom Capgemini Research Institute durchgeführt wurde. Dabei wurden 500 Organisationen und 5.000 Mitarbeiter:innen weltweit über die Zukunft der Arbeitswelt befragt. Laut Forschungsergebnisse rechnen etwa drei von zehn Unternehmen damit, dass in den nächsten zwei bis drei Jahren über 70% der Belegschaft mobil arbeiten wird. Während dies auf Seiten vieler Unternehmen als profitabler Wandel angesehen wird, weil das mobile Arbeiten nachweislich zu gesteigerter Produktivität und Kosteneinsparungen geführt hat, blicken viele Mitarbeiter:innen eher besorgt auf diese Veränderungen. Sie befürchten zunehmenden Stress, psychische Belastungen und Überarbeitung1.

New Normal
 

„Astellas geht diese Sorgen um das psychische Wohlbefinden aktiv an: die Mitarbeiter:innen sind aufgerufen, beim mobilen Arbeiten ausreichend Pausen während des Arbeitstages einzuplanen und diese auch aktiv einzufordern”, erklärt Negen Poovan-Münstermann. Zudem werden neue, informelle Kommunikationskanäle, wie zum Beispiel virtuelle Apéros organisiert, die Mitarbeiter:innen die Gelegenheit geben sich untereinander und mit dem Management Team beim Feierabendbier ungezwungen auszutauschen.“

„Die persönliche und sehr nahbare Kultur und Arbeitsatmosphäre, die bei Astellas herrscht, hat sicherlich dazu beigetragen, dass man in der virtuellen Welt, die ja doch erstmal etwas distanzierter ist, sehr schnell wieder den persönlichen Draht zueinander gefunden hat“, erinnert sich Johanna. „Zu Beginn dachte ich auch immer, ich ‚darf‘ keine Pausen machen. Ich habe mich dabei immer gefragt: Was ist, wenn jemand im Teams-Channel sieht, dass ich abwesend bin? Hier habe ich dann aber schnell gemerkt, wie jeder seinen eigenen Rhythmus annimmt und selbstverständlich auch Pausen dazugehören und wichtig sind.“

Johanna Hilbert
 

Johanna Hilbert, Brand Manager Uro-Onkologie: „Vor allem das kollegiale Miteinander bei Astellas hat dazu beigetragen, den Draht zueinander auch im virtuellen Arbeiten zu behalten."

Vertrauen und Empathie statt Kontrolle

Bei der Gestaltung des täglichen Arbeitsalltags ist ausschlaggebend, dass eine Atmosphäre des Vertrauens herrscht. Dadurch reduziert sich nicht nur Stress für Mitarbeiter:innen, sondern es stärkt auch die Flexibilität und Krisenresistenz des Unternehmens.

„Wir sind insgesamt flexibler in der Art geworden, wie wir zusammenarbeiten. Trotz der physischen Distanz hat sich die Kommunikation auf anderen Ebenen intensiviert. Die Mitarbeiter:innen haben sich an die Nutzung digitaler Kommunikationskanäle wie MS Teams gewöhnt und auch mit unseren Kunden läuft die Kommunikation nun digital ab. Dabei hat sich uns im Leadership noch einmal eindrücklich gezeigt, wie wichtig es ist, Empathie zu zeigen. Letztlich können wir am besten durch eine Krise wachsen, wenn wir sie gemeinsam durchstehen und uns dabei kollaborativ auf persönliche Werte sowie unsere Unternehmenswerte fokussieren“, resümiert Negen Poovan-Münstermann. „Dabei müssen wir aus dem Leadership in engen Austausch mit den Mitarbeiter:innen gehen und offen für Feedback sein. Nur so kann es unabhängig von den äußeren Umständen für uns als Unternehmen immer weiter vorangehen."

Diese Erkenntnisse decken sich mit der Capgemini-Studie. Diese beschreibt Empathievermögen und die Bereitschaft, aktiv und aufmerksam zuzuhören sowie eine offene und transparente Kommunikation zu etablieren als eine der relevantesten Leadership-Eigenschaften für eine hybride Arbeitswelt2. Nur so kann trotz Distanz eine vertrauensvolle und lockere Arbeitsatmosphäre für sämtliche Mitarbeiter:innen geschaffen werden, in der die Unterschiede zwischen mobiles Arbeiten und dem Arbeiten im Büro zusehends verschwimmen.

„Ich habe persönlich aus dieser neuen Arbeitssituation gelernt, dass man keine Scheu haben sollte, Kolleg:innen bei Fragen einfach anzurufen oder anzuschreiben. Im Endeffekt ist das einfach so als würde man am Schreibtisch vorbeigehen“, findet Johanna. 

Mehr Informationen zur Feedback- und Unternehmenskultur bei Astellas
Wie Astellas die Zukunft des Gesundheitswesens mitgestaltet erfahren Sie im Podcast "Changing Tomorrow".
 

Referenzen:
1 Capgemini Research Institute (2020). The Future of Work: From remote to hybrid, S.4-9, 23.  
2 Capgemini Research Institute (2020). The Future of Work: From remote to hybrid, S.31.