Hilfe für Frauen in Kenia

Im Rahmen unserer CSR-Aktivitäten unterstützen wir die Fistula Foundation bei ihrer Initiative gegen Geburtsfisteln, „Action on Fistula“. Ziel der 2014 ins Leben gerufenen Initiative war es, bis Mai 2017 das Leben von 1.200 Frauen in Kenia zu verbessern, die aufgrund von Komplikationen und schlechter medizinischer Versorgung bei Geburten Verletzungen der Scheiden- oder Harnblasenwand erlitten hatten. Mit den Geldern sollten außerdem mehr Chirurgen ausgebildet werden, um die Möglichkeiten für entsprechende Operationen im Land zu erhöhen. Im Mai 2017 erneuerte Astellas ihr Engagement für die Initiative: Für die zweite Phase hat diese es sich zum Ziel gesetzt, bis 2020 insgesamt 4.500 kenianischen Frauen mit Geburtsfisteln geholfen zu haben. 

Eine geburtstraumatische Fistel ist eine Öffnung zwischen der Vagina und dem Rektum oder der Blase, die unbehandelt zu chronischen Problemen führen kann, wie Inkontinenz, Geschwüren, Nierenerkrankungen oder Nervenschädigungen in den Beinen. Eine solche innere Verletzung entsteht unter anderem, wenn bei langen und schweren Geburten die Blutversorgung des mütterlichen Gewebes im Geburtskanal unterbrochen wird. Betroffene Frauen und Mädchen leiden neben gesundheitlichen Beschwerden vor allem unter den sozialen Auswirkungen. Viele werden von ihren Ehemännern und Familien verstoßen und drohen so, zu verarmen. Dem UN-Bevölkerungsfonds (UNFPA) zufolge gibt es jährlich 3.000 neue Fälle von Geburtsfisteln allein in Kenia.

Mithilfe der Unterstützung von Astellas konnte die Stiftung ein Behandlungsnetzwerk einrichten, mehr Fistelchirurgen einstellen, die Anzahl an Operationen in Kenia stark erhöhen und ein großes Aufklärungsprogramm auflegen. Bereits jetzt wurden die ursprünglichen Zielsetzungen übertroffen und mehr als doppelt so viele Frauen wie erhofft behandelt: Allein bis März konnten nahezu 3.500 Frauen die lebensverändernde Operation erhalten. Eine der Patientinnen hatte 51 Jahre darauf gewartet.

Bisherige Erfolgsbilanz des „Action on Fistula“-Programms

  • 4.374 Fistelpatientinnen erfolgreich operativ behandelt
  • Sechs kenianische Ärzte gemäß den von der Internationalen Föderation für Gynäkologie und Geburtshilfe (FIGO) erarbeiteten Kompetenzvorgaben ausgebildet und zertifiziert
  • Versorgungsnetzwerk mit sechs Behandlungszentren errichtet
  • Ausbildungszentrum für Gynäkologie und Geburtshilfe im kenianischen Eldoret eingerichtet
  • 45 der insgesamt 47 Bezirke in Kenia erreicht
  • 295 Sozialarbeiter am Aufklärungsprogramm beteiligt
  • 10.093 Einzelaktivitäten durchgeführt
  • 845.575 Gemeindemitglieder erreicht

 

Stand: November 2018

AST/2018/0006/DE(1)